Bunte Hunde - SV OG Herne Mark: unsere Philosophie

Das sind unsere zentralen Trainingsgrundsätze. Dafür stehen wir als Menschen und Verein.

1. Jeder Hund ist anders

Alle Hundebesitzer, die schon den einen oder anderen Hund betreut haben, wissen: Jeder Hund ist anders! Der Vierbeiner hat immer seine eigenen Vorlieben, Talente und Stärken. Entsprechend ist die individuelle Arbeit mit dem Hund wichtig, um perfekt auf ihn eingehen zu können. Natürlich verfolgen wir ein grundsätzliches Trainingskonzept für alle teilnehmenden Hunde. Allerdings gilt es, dabei die individuellen Stärken und Schwächen des Hundes herauszufinden. So können wir genau an den Punkten mit ihm arbeiten, die euch wirklich weiterhelfen.

2. Alles kann, nichts muss - das Ziel ist ein ausgeglichener Hund

Ähnlich wie der Sport bei Menschen als Ventil funktioniert, soll der Hund darin möglichst eine Beschäftigung finden, die ihn körperlich und mental fördert und fordert. Wusstest du, dass Hunde ursprünglich immer für konkrete Aufgaben gezüchtet wurden? Durch ihre individuellen Eigenschaften waren sie besonders gut dafür geeignet, Beute aufzuspüren, zu jagen, aus kleinen Tunnelsystemen herauszuholen oder müde zu machen. Die Ausübung dieser Jobs war ihr Lebensinhalt, der ihnen die größtmöglichen Erfolgserlebnisse bescherte. Diese Veranlagung findet sich bis heute mehr oder weniger stark ausgeprägt in unseren Haushunden - und diese will ausgelastet werden!

3. Es gibt keine zu jungen oder zu alten Hunde

Manchmal hört man in der Hundewelt, dass ein Hund zu jung oder zu alt ist, um am Hundetraining teilzunehmen. Das stimmt schlicht und einfach nicht! Bereits mit wenigen Wochen beginnt der enorm wichtige Sozialisierungsprozess, der das Verhalten des Hundes bis ins hohe Alter prägt. Was hier schon schiefgeht, bekommt man höchstens noch unter größten Anstrengungen später wieder aus dem Hund raus. Deshalb sollte bereits das Welpenalter dazu dienen, die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Welpen für einfache Übungen mit dem Halter oder das Spielen mit gleichaltrigen Artgenossen zu nutzen. In Kombination mit Theorie-Einheiten (= Schlafpausen für den Hund) wird die frühe Sozialisierung gegenüber anderen Hunden ideal gefördert.

Gleiches gilt für ältere Hunde. Natürlich können diese alters- und krankheitsbedingt Einschränkungen beim Training haben. Dennoch ist in vielen Fällen Bewegung auch im hohen Alter für den Hund sehr gut. Entsprechend bedeutet ein hohes Alter nicht, dass der Hund nicht mehr am Training teilnehmen kann, sondern dass das Training auf ihn so zugeschnitten werden muss, dass es besonders körper- und gelenkschonend gestaltet ist. So kann er auch im betagten Alter am Training teilnehmen, statt einfach nur noch zu Hause im Körbchen herumzuliegen.

4. Der Hund ist ein Familienmitglied - also soll auch die ganze Familie am Hundetraining teilhaben

Sein wir mal ehrlich: In den wenigsten Haushalten ist der Vierbeiner einfach nur der Kleffer, der dreimal am Tag Gassi muss. Stattdessen handelt es sich um den Wachhund, Spielgefährten, Kuscheltier und Wegbegleiter, der das Leben einfach ein bisschen schöner macht. Genau deshalb hat meist die ganze Familie Spaß an ihm. Daher möchten wir allen Familienmitgliedern ein Umfeld zum Wohlfühlen bieten, beispielsweise durch unseren ausgeprägten Gemeinschaftsgeist, ein umfangreiches Verpflegungsangebot und Trainingseinheiten mit Kinderbetreuung.

5. Konsequenz ja - Zwang nein

Konsequenz ist ein ganz zentraler Bestandteil der Hundeerziehung. Wir als Halter sind dafür verantwortlich, dem Hund die Spielregeln vorzuleben und auf deren Umsetzung zu bestehen. Geschieht das nicht, muss der Hund für sich selbst Entscheidungen treffen, die er gar nicht treffen will - und das bedeutet puren Stress für ihn! Entsprechend ist es ganz wichtig, diese konsequente Rolle als Halter auch einzunehmen. Eine rote Linie dabei ist der Zwang dem Hund gegenüber, etwas ausführen zu müssen, was er in diesem Moment einfach nicht verstehen oder leisten kann. Stattdessen möchten wir euch zeigen, wie euer Hund euch wahrnimmt und versteht. Dadurch lernt ihr, dem Hund besser zu vermitteln, was ihr von ihm wollt - und das wird insgesamt euer Verhältnis untereinander verbessern!

6. Wer arbeiten kann, darf auch spielen

Vor und nach unserem Training dürfen die Hunde auf unserem Platz frei laufen und spielen. Wenn schon einmal so viele andere Hunde da sind, möchte man sich mit diesen schließlich auch austauschen. Oder sprichst du mit deinen Arbeitskollegen ausschließlich über berufliche Dinge...? Im Grunde genommen handelt es sich dabei bereits um einen ganz zentralen Aspekt des Trainings. So lernt euer Hund den freien Umgang mit anderen Vierbeinern. Selbst kleinere Konfliktsituationen sind hilfreich, da sie vom Hund einfordern, sich mit Hierarchien und Problemlösungen auseinanderzusetzen. Entsprechend pflegt euer Vierbeiner in diesen Spieleinheiten sein Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden - was euch im Alltag ungemein helfen wird!